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Website selbst erstellen oder erstellen lassen? Kosten, Zeit und Ergebnis im Vergleich

Baukasten, KI oder Agentur: ein ehrlicher Vergleich, wann sich welcher Weg für Ihr Unternehmen lohnt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Selbst erstellen lohnt sich für eine einfache Präsenz, wenn Sie Zeit haben und kein großer Teil Ihrer Anfragen über Google kommen soll.
  • Erstellen lassen lohnt sich, wenn die Website verlässlich Anfragen bringen soll und Ihre Zeit im eigenen Betrieb mehr wert ist als die Ersparnis.
  • Ein Baukasten kostete laut Stiftung Warentest (2024) im ersten Jahr 43 bis 257 Euro, eine Website von JDK Marketing kostet ab 1.000 € plus 30 € im Monat.
  • Auch mit Baukasten entscheiden Sie selbst über Aufbau, Texte, Suchbegriffe und rechtliche Pflichten.
Inhalt
  1. Welche Wege gibt es, eine Website zu erstellen?
  2. Was kosten die Wege im Vergleich?
  3. Wie viel Zeit kostet der eigene Weg?
  4. Wo liegen die Unterschiede im Ergebnis?
  5. Wann reicht ein Baukasten?
  6. Wann lohnt es sich, die Website erstellen zu lassen?
  7. So entscheiden Sie in fünf Fragen

Ob Sie Ihre Website selbst erstellen oder erstellen lassen sollten, hängt vor allem davon ab, welche Aufgabe sie erfüllen soll und wer die Arbeit macht. Für eine einfache Visitenkarte im Netz reicht ein Baukasten oft aus. Soll die Website regelmäßig Anfragen über Google bringen, lohnt sich meist eine Agentur, weil Aufbau und Texte den Unterschied machen.

Dieser Vergleich zeigt, was beide Wege kosten und wie viel Zeit sie brauchen. Außerdem sehen Sie, wo die Unterschiede im Ergebnis liegen und welcher Weg zu Ihrem Unternehmen passt.

Welche Wege gibt es, eine Website zu erstellen?

Es gibt vier Wege zur eigenen Website. Sie nutzen einen Homepage-Baukasten wie Wix, Jimdo oder IONOS. Sie richten ein offenes System wie WordPress selbst ein. Sie lassen ein KI-Werkzeug aus einer Beschreibung einen Entwurf erzeugen. Oder Sie beauftragen einen Freelancer oder eine Agentur. Die ersten drei Wege machen Sie selbst, beim vierten machen es andere für Sie.

WegSo funktioniert esPasst für
BaukastenVorlage wählen, Inhalte per Editor einfügen, Hosting ist inklusiveEinfache Präsenz, kleines Budget, Freude am Selbermachen
WordPressFreie Software auf eigenem Hosting, erweiterbar mit Themes und PluginsWer Technik nicht scheut und volle Kontrolle will
KI-WerkzeugBeschreibung eingeben, die KI erzeugt Seiten, Texte und Bilder als EntwurfSchneller erster Entwurf, Prototypen
Freelancer oder AgenturKonzept, Gestaltung, Texte und Technik werden für Sie umgesetztWebsite als fester Kanal für Anfragen

WordPress ist dabei das verbreitetste System: Laut W3Techs läuft es auf 40,1 Prozent aller Websites. Die Pflege liegt dann bei Ihnen. Kleinere Updates und Sicherheitsupdates spielt WordPress zwar automatisch ein, große Versionen, Themes und Plugins müssen Sie aber selbst aktuell halten. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt, CMS und Erweiterungen regelmäßig zu aktualisieren, nicht benötigte Plugins zu entfernen und Backups anzulegen, weil Angreifer über ein veraltetes CMS eine Website verändern können. Was Werkzeuge wie Lovable, ChatGPT und Claude beim Erstellen einer Website heute konkret leisten und wo ihre Grenzen liegen, zeigt der Beitrag Website mit KI erstellen.

Was kosten die Wege im Vergleich?

Ein Baukasten kostet einen monatlichen Betrag, dazu kommt Ihre Zeit. Eine Website erstellen zu lassen kostet einen einmaligen Preis plus eine monatliche Gebühr für Hosting und Betreuung, dafür sparen Sie Zeit.

WegPreisHinweis
Baukasten43 bis 257 € im ersten JahrLaut Stiftung Warentest (2024), danach oft teurer
Lovable (KI)Pro ab 25 US-Dollar im MonatEigene Domain und Code-Download nur in Bezahltarifen
JDK Marketingab 1.000 € einmalig plus 30 € im MonatNetto, inklusive Hosting, SSL, Pflege und kleiner Änderungen

Die aktuellen Tarife von IONOS, STRATO, Wix und Jimdo stehen im Überblick Was kostet eine Website?. Achten Sie bei Aktionspreisen immer auf den Preis nach Ablauf der Aktion und auf die Mindestlaufzeit.

Beim Selbstbau sollten Sie zusätzlich Ihre Zeit einpreisen. Zur Einordnung: Freelancer in der Software- und Webentwicklung berechneten laut Freelancer-Kompass 2026 der Plattform freelancermap im Schnitt 91 Euro pro Stunde. Jede Stunde, die Sie selbst an der Website arbeiten, fehlt Ihnen im eigenen Betrieb.

Wie viel Zeit kostet der eigene Weg?

Beim Selbstbau ist Ihre Zeit der größte Kostenpunkt. Sie richten den Baukasten ein, wählen eine Vorlage, schreiben Texte und suchen Bilder. Dann richten Sie Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Hinweis ein und testen alles auf dem Smartphone. Dazu kommen Einarbeitung und Fehlersuche, wenn etwas nicht so funktioniert wie gedacht.

Wie viele Stunden das sind, hängt stark von Ihrer Erfahrung und dem Umfang ab, deshalb nennen wir hier keine Pauschalzahl. Ein guter Test: Rechnen Sie aus, was eine Stunde Ihrer Arbeitszeit im eigenen Betrieb wert ist. Dann schätzen Sie, wie viele Abende und Wochenenden die Website kosten würde. Die Zeit für Pflege und Aktualisierung kommt danach dauerhaft hinzu.

Bei einer Agentur bleibt ein Teil der Arbeit trotzdem bei Ihnen. Sie liefern Informationen zu Ihren Leistungen, geben Entwürfe frei und stellen eigene Fotos bereit, wenn Sie welche haben. Der Aufwand für Sie sinkt aber auf Gespräche und Freigaben.

Wo liegen die Unterschiede im Ergebnis?

Der größte Unterschied liegt selten im Aussehen, denn Baukasten-Vorlagen sind heute ordentlich gestaltet. Er liegt im Aufbau. Hat jede Leistung eine eigene Seite? Beantworten die Texte die Fragen der Kunden? Lädt die Seite schnell, und versteht Google sie?

KriteriumSelbst mit BaukastenErstellen lassen
Aufbau und SeitenSie entscheiden selbst, Vorlage gibt Rahmen vorStruktur nach Ihren Leistungen, Kunden und Suchbegriffen
TexteSchreiben Sie selbstJe nach Paket von der Agentur, auf Suchbegriffe ausgerichtet
GestaltungVorlage, angepasst an Farben und LogoAuf Ihre Marke und das Ziel Anfrage zugeschnitten
GoogleGrundfunktionen vorhanden, Umsetzung liegt bei IhnenSeitentitel, Beschreibungen, strukturierte Daten, Ladezeit eingerichtet
RechtImpressum, Datenschutz, Cookie-Hinweis richten Sie selbst einWird mit eingerichtet
PflegeSie selbst, jederzeitSelbst über ein CMS oder durch die Agentur
WechselBei Wix und IONOS läuft die Website nur beim Anbieter, ein Umzug heißt NeuaufbauAbhängig vom Vertrag, Eigentum an Domain und Inhalten vorher klären

Eine Website bringt nur Anfragen, wenn sie gefunden wird. Google nennt im Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung die Grundlagen, die jede Seite erfüllen sollte. Ein Baukasten stellt die Werkzeuge dafür bereit, die Arbeit damit bleibt bei Ihnen. Wie Suchmaschinenoptimierung funktioniert, erklärt unser Leitfaden Was ist SEO?.

Wann reicht ein Baukasten?

Ein Baukasten reicht, wenn Sie eine einfache Präsenz mit wenigen Seiten brauchen und Ihre Kunden Sie vor allem über Empfehlungen finden. Dazu sollten Sie Freude daran haben, selbst an der Website zu arbeiten. Auch für einen ersten Test einer neuen Geschäftsidee ist er ein günstiger Start.

  • Sie brauchen eine Visitenkarte im Netz mit Leistungen, Kontakt und Anfahrt
  • Neue Kunden kommen überwiegend über Empfehlungen, nicht über Google
  • Sie haben Zeit und Lust, sich in Gestaltung, Texte und Technik einzuarbeiten
  • Das Budget für eine Agentur ist im Moment nicht vorhanden

Wichtig ist dann, die Pflichten nicht zu vergessen: Impressum, Datenschutzerklärung und eine Einwilligung vor nicht notwendigen Cookies gehören auch auf eine selbst gebaute Website. Was Sie vor dem Start sonst noch klären sollten, steht im Leitfaden Website planen.

Wann lohnt es sich, die Website erstellen zu lassen?

Erstellen lassen lohnt sich, wenn die Website ein fester Kanal für neue Kunden werden soll. Das gilt besonders bei mehreren Leistungen oder Einsatzorten und wenn Ihre Zeit im eigenen Betrieb besser aufgehoben ist. Dann zahlt sich aus, dass die Seite von Anfang an auf Anfragen und Google ausgerichtet ist.

Bei JDK Marketing kostet ein Onepager ab 1.000 € und eine mehrseitige Website mit eigener Seite je Leistung ab 2.500 €. Das Paket Komplett kostet ab 5.000 €, mit Texten, Seiten für Ihre Einsatzorte und Einrichtung des Google Unternehmensprofils. Hosting und Betreuung kosten 30 € im Monat, inklusive SSL-Zertifikat, technischer Pflege und kleiner Änderungen. Was eine Website insgesamt kostet und welche laufenden Kosten anfallen, zeigt der Überblick Was kostet eine Website?.

Sie behalten dabei die Kontrolle. Mehrseitige Websites bekommen ein CMS, mit dem Sie Texte und Bilder selbst ändern. Jeden Zwischenstand sehen Sie vor dem Start als Online-Vorschau. Beispiele aus verschiedenen Branchen, etwa für Gebäudereinigung, Insektenschutz und Lebensmittelberatung, finden Sie unter Referenzen. Alle Pakete stehen auf der Seite Webdesign.

So entscheiden Sie in fünf Fragen

Beantworten Sie die folgenden fünf Fragen. Wenn Sie bei drei oder mehr Fragen beim zweiten Teil landen, spricht viel dafür, die Website erstellen zu lassen.

  1. Soll die Website vor allem informieren, oder soll sie regelmäßig neue Anfragen bringen?
  2. Kommen Ihre Kunden über Empfehlungen, oder suchen sie bei Google nach Ihrer Leistung?
  3. Haben Sie eine oder mehrere Leistungen und Einsatzorte, die jeweils gefunden werden sollen?
  4. Haben Sie die Zeit, sich in Texte, Technik und rechtliche Pflichten einzuarbeiten, oder fehlt sie im Betrieb?
  5. Können Sie es verkraften, wenn die Website wegen eines Fehlers ein paar Wochen keine Anfragen bringt, oder wäre das ein Problem?

Sie sind unsicher? In der kostenlosen Analyse schauen wir uns Ihre Situation an. Danach sagen wir Ihnen offen, ob ein Baukasten reicht oder ob sich eine Website von uns lohnt. Die Analyse fragen Sie über die Kontaktseite an.

Häufige Fragen

Kann ich eine Website selbst erstellen?
Ja. Mit einem Baukasten brauchen Sie keine Programmierkenntnisse, Vorlagen und Editor nehmen Ihnen die Technik ab. Aufbau, Texte, Bilder, rechtliche Seiten und die Grundlagen für Google bleiben aber Ihre Aufgabe. Für eine einfache Präsenz reicht das oft, für eine Website, die regelmäßig Anfragen bringen soll, wird es aufwendig.
Ist ein Baukasten auf Dauer günstiger als eine Agentur?
Beim Tarif meist ja, über mehrere Jahre gerechnet nicht unbedingt. Die Stiftung Warentest ermittelte 2024 für Baukästen Kosten von 43 bis 257 Euro im ersten Jahr. Im zweiten Jahr wird es laut Test oft deutlich teurer. Dazu kommt Ihre eigene Zeit. Rechnen Sie deshalb über mehrere Jahre und mit dem Wert Ihrer Arbeitsstunde, nicht nur mit dem Aktionspreis.
Kann ich später vom Baukasten zur Agentur wechseln?
Ja, aber meist als Neuaufbau. Wix schreibt, dass Websites nur auf den eigenen Servern laufen, und IONOS, dass Baukasten-Projekte außerhalb der eigenen Infrastruktur nicht nutzbar sind. Texte und eigene Bilder lassen sich übernehmen, die Seite selbst nicht. Bildlizenzen aus dem Baukasten sind laut IONOS in der Regel nicht übertragbar.
Wird eine Baukasten Website bei Google gefunden?
Grundsätzlich ja, denn Google kann auch Baukasten-Seiten crawlen und indexieren. Ob sie für Ihre Suchbegriffe weit oben erscheint, hängt wie bei jeder Website von Inhalten, Struktur, Ladezeit und Bekanntheit ab. Diese Arbeit erledigt der Baukasten nicht für Sie.
Kann ich eine Website mit KI erstellen?
Für einen ersten Entwurf ja. KI-Werkzeuge erzeugen aus einer Beschreibung Seiten, Texte und Bilder. Bei Lovable gibt es eine eigene Domain und den Code-Download nur in Bezahltarifen, Pro kostet ab 25 US-Dollar im Monat. Ob Texte, Impressum und Datenschutz stimmen und ob Google die Seite versteht, prüfen Sie weiterhin selbst.

Quellen

  1. Stiftung Warentest: Homepage-Baukästen im Test: Einfach zur eigenen Webseite (test 02/2024) (2024). Abgerufen am 8. Oktober 2026.
  2. Wix Hilfe-Center: Deine Website von Wix exportieren oder an anderer Stelle einbetten. Abgerufen am 8. Oktober 2026.
  3. IONOS Hilfe-Center: Homepage-Baukästen: Übersicht Exportmöglichkeiten. Abgerufen am 8. Oktober 2026.
  4. Lovable: Subscription plans. Abgerufen am 8. Oktober 2026.
  5. W3Techs: Usage statistics of content management systems (2026). Abgerufen am 8. Oktober 2026.
  6. WordPress.org: Updating WordPress (2024). Abgerufen am 8. Oktober 2026.
  7. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): Prävention und Erste Hilfe bei Webseiten Kompromittierung oder Defacement (2021). Abgerufen am 8. Oktober 2026.
  8. freelancermap: Freelancer-Einkommen 2026 (Freelancer-Kompass 2026) (2026). Abgerufen am 8. Oktober 2026.
  9. Google Search Central: Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) (2025). Abgerufen am 8. Oktober 2026.

Karim Abidi

Geschäftsführer, JDK Marketing

Karim Abidi ist einer von drei Geschäftsführern der JDK Marketing UG in München. JDK erstellt seit 2024 Websites für Unternehmen aller Branchen und macht sie mit SEO bei Google, in Google Maps und in KI-Suchen sichtbar.

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